Alles tun können, nichts tun müssen!

Das Touriseum in Meran – die Tourismusgeschichte Südtirols

01.01.1970

Der Alpenraum – ein Begriff, den heute jeder mit unberührter Natur, Entspannung und Genuss verbindet. Der Tourismus in den Alpen hat eine lange Geschichte hinter sich. Die Wahrnehmung der Alpen als “schöne Naturlandschaft”, war vorher nicht vorhanden. Einst war ein Aufenthalt in den Alpen mehr ein gefürchtetes Abenteuer als Erholung und Entspannung vom Alltag.

Die Belle-Èpoque – erste Erschließung der Alpen

In der sogenannten Belle-Èpoque von 1880 bis 1914, wurden die ersten Erschließungsarbeiten im Alpenraum verrichtet. Leitsymbole der neu errichteten Infrastrukturen waren die riesigen “Grand-Hotels” mit 200 bis 300 Zimmern inmitten der wilden Natur. Die damaligen neuen Zahnrad- und Eisenbahnen, welche durch das Hochgebirge führten, veranlassten eine neuen Wahrnehmung der alpinen Landschaft. Eine wahre Euphorie brach aus; die “glitzernde Welt” wurde jedoch bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wieder vernichtet.

Der Krieg zerstört das Ferienland in den Alpen

Die prunkvollen Hotels wurden zerstört oder zu Lazerette umfunktioniert. Am Ende der erniedrigenden Schlachten, war Tirol politisch in Nord- Süd- und Osttirol aufgeteilt und der italienische Massentourismus setzte ein. Durch Mussolini und Hitler wurden sogenannte Freizeitorganisationen ins Leben gerufen und die Reisenden nahmen das neue Gebiet in Besitz. Richtig populär wurden die Alpen dann durch den Film “Der Berg ruft” von Luis Trenker. Die Vorstellung von Freizeitvergnügen in der Natur, Skifahren durch feinsten Pulverschnee und Wandern in schönster Berglandschaft rief Begeisterung hervor. Schließlich wollten alle in die Alpen um das zu erleben. Die Freude hielt nicht lange an, mit dem Zweiten Weltrkrieg mussten Flüchtlinge und Verwundete in den Hotels untergebracht werden, tausende Südtiroler mussten durch die “Option” auswandern.

Freiheit in “Bella Italia” erleben – der Tourismus war nicht mehr zu bremsen

Nach den schrecklichen Kriegsjahren war die Sehnsucht nach Freiheit, Süden und Sonne sehr groß. Urlaub wurde ein Recht für alle Schichten, die Menschen freuten sich, stiegen in ihre ersten eigenen Autos und fuhren Richtung Süden. “Bella Italia” und “amore” waren die beiden Stichworte der zahlreichen Liebesfilme aus den Alpen, welche die Umgebung als Urlaubsparadies darstellten. Viele Bauern erkannten die wirtschaftliche Chance und richtenFremdenzimmer ein. Mit dem Bau der Brennerautobahn erlangte der Tourismus dann den Höhepunkt, richtige Bettenburgen wuchsen aus dem Boden und stille Dörfer wurden zu lebhaften Touristenzentren. Der Massentourismus brachte viele negative Aspekte mit sich, wie z.B. die Zerstörung von Natur und Kultur, deshalb wurde ein Bettenstopp eingeführt.

Tourismus in Südtirol heute

Südtirol hat sich mit der Zeit auf den intensiven Tourismus eingestellt, und immer bessere Wege gefunden, um Heimat und Touristen in Einklang zu bringen. Die bewegende Geschichte des Alpentourismus kann man auf spielerische Art und Weise nicht besser erfahren, als im Touriseum in Schloss Trauttmansdorff in Meran. Wie in einer Zeitreise erfahren Sie die Tourismusgeschichte Südtirols, wenn Sie durch das Touriseum schlendern. Das spannende Museum liegt nur 20 Minuten von Ihrem Alia Vital Appart-Hotel in Algund bei Meran entfernt. Nach dem interessanten Museumsbesuch, können Sie sich einen entspannenden Spaziergang durch die  von Schloss Trauttmansdorff gönnen.